Heidelberg

Touren

Sinn und Zweck der folgenden Seiten kann nur sein, Ihnen einen Kurzüberblick − eine Übersicht − dessen anzubieten, was Sie von einem Heidelbergaufenthalt mit mehr oder weniger Zeit erwarten dürfen.

So denken wir, Ihnen nach Ihren Wünschen und Vorstellungen − in einer Art Baukastensystem − Heidelberg näher bringen zu können.

Baukasten 1
Aberinsberg/Heiligenberg: Historische Frühbesiedlungen auf dem Heiligenberg, Michaelskloster, St. Stephanskloster, Heydenloch, Philosophenweg mit Philosophengärtchen, Liselotteplatz, Merianblick und Meriankanzel, Hölderlinanlage, Engelswiese und Hirschgasse.

Baukasten 2
Altstadt: Eine ArchitekTour über die Alte Brücke hinein ins Herz der Altstadt mit seinen interessanten Gassen, Märkten, Bauten, Museen, Kirchen und Denkmälern.

Baukasten 3
Schloss: Besichtigung mit oder ohne Schlossführung. Wir setzen Sie hier nicht etwa ab, sondern begleiten Sie durch Schloss, Altan, Fassbau und Schlossgarten mit seinen diversen Anlagen, Brunnen und Skulpturen − soweit Sie inspiriert bleiben.

Baukasten 4
Abschluss je nach Wunsch in einem Altstadtcafe, einer Weinstube, einem Restaurant z.B. auf dem Königsstuhl, oder einem Abstecher in den Schwetzinger Schlossgarten oder bei schlechtem Wetter in das Kurpfälzische Museum!?

Soviel zu unseren Tourvorschlägen im Panoramabus für 8 Gäste.

 

Informationen

Wir bieten Touren in und rund um Heidelberg an, die für alle Altersgruppen geeignet sind: von der kindgerecht aufbereiteten Tour mit Experimenten, Dingen zum Staunen und Anfassen über Touren für Erwachsene mit interessanten Informationen sowohl zu Geschichtlichem als auch zu Aktuellem bis hin zu Touren für Senioren mit kurzen Fußwegen oder auch Familientouren − für alle etwas!

Einige Touren sind für Rollstuhlfahrer eher nicht geeignet, die meisten Touren stellen jedoch kein Problem dar. Für weitere Informationen stehen wir auch hier gerne zur Verfügung.

 

Geschichte

Der Name der Stadt ist mit dem ältesten Zeugnis menschlichen Lebens auf europäischem Boden verbunden. Es ist der Unterkiefer des sog. "Homo Heidelbergensis", der vor mehr als 500.000 Jahren in dieser Gegend gelebt hat und 1907 in einer Sandgrube bei Mauer, südlich von Neckargemünd gefunden wurde. Ein Abguss des Kiefers befindet sich im Kurpfälzischen Museum.

Zwischen dem Erscheinen des "Homo Heidelbergensis" und dem Auftreten der Ackerbauer der Jüngeren Steinzeit wurde dieses Gebiet wohl von Menschen auf ihren Jagdzügen aufgesucht und durchstreift. Mit dem Beginn der Jüngeren Steinzeit wurden die Menschen sesshaft. Sie bauten Hütten aus Lehm, Holz und Stroh, legten Äcker an und züchteten Tiere. Überreste ihrer Ansiedlungen fainden sich in der Ebene und in der Uferzone zwischen Wieblingen und Bergheim.

Der Bronzezeit folgten etwa 800 v.Chr. etliche Eisenfunde in dieser Gegend. Die Menschen, die sich in der Eisenzeit hier ansiedelten, gehörten zum Volksstamm der Kelten oder Gallier, wie der römische Name lautet. Diese besetzten den Heiligenberg und umzogen ihn (beide Kuppen) mit einem doppelten Ringwall aus bis zu zehn Metern hohen Steinmauern. Es handelt sich um eines der größten Ringwallsysteme des südlichen Mitteleuropa.

Funde belegen die Kelten als geschickte Eisenschmiede, die ihre Waren bereits an benachbarte Völker verkauften.

Um 100 v.Chr. wanderte der größte Teil der Kelten aus dem Neckargebiet ab und die Sueben, ein germanischer Volksstamm, rückten nach. Die Römer nannten sie "Suebi Nicrenses" − also "Neckarsweben".

Immer stärker wurde der Druck der Römer. 40 n.Chr. hatten die römischen Legionen rechts des Rheins Fuß gefasst. Sie siedelten hier in der Ebene, im Westteil des heutigen Neuenheims. Durch viele Kastelle wurde der Ort gesichert, dessen Namen wir nicht kennen. Von hier aus kontrollierten sie den Verkehr entlang des Odenwaldes, der Bergstrasse und des Neckars. Das größte Kastell lag im Bereich G.-Hauptmann Str. − Jahnstr. − Posseltstr. Kleinere Kastelle befanden sich dort, wo heute die Verwaltung von HD-Zement liegt. Über den Neckar bauten sie in kurzer Zeit eine Holzbrücke, die bald durch eine steinerne Pfahljochbrücke ersetzt wurde. Das 260 m lange Bauwerk wurde dem römischen Gott Neptun geweiht. Ein Modell der Römerbrücke befindet sich im bereits mehrfach erwähnten Kurpfälzischen Museum.

Der Ort war 150 Jahre lang ein großes Töpfereizentrum − bedingt durch das Tonvorkommen in Ziegelhausen.

Ein Bad mit Warmluftheizung lag am Neckar bei der Ernst-Walzbrücke. Ein Friedhof mit 4000 Gräbern konnte im Bereich Neuenheimer Feld freigelegt werden.

Merkur geleitete die Toten in die Unterwelt. Ihm errichteten die Römer auf dem Heiligenberg einen Tempel, dessen Überreste bei Ausgrabungen der Michaelisbasilika (im Jahre 1983) wieder zum Vorschein kamen. In Neuenheim stand da, wo die A.-Überle Str. in die Neuenheimer Landstr. einmündet, eine Grotte, in der man im Jahr 1838 ein Mithras-Heiligtum fand. Auf dem Kultstein befand sich der persische Lichtgott, der auf dem Rücken eines Stieres schwingt und diesen tötet. Der Mithraskult war in der römischen Gesellschaft weit verbreitet, denn anders als die olympischen Götter lässt Mithras am Ende der Zeiten die Toten auferstehen, gibt den Guten Unsterblichkeit und vernichtet die Bösen. (Kultstein um 200 n.Chr. − und, wie nicht anders zu erwarten im Kurpfälzischen Museum zu besichtigen).

Das Ende der römischen Vorherrschaft wurde durch ein Volk, das aus dem Zusammenschluss zahlreicher germanischer Stämme hervorging und deshalb von den römischen Geschichtsschreibern Alemannen genannt wurde, eingeleitet.

Um 233 n.Chr. durchbrachen sie zum ersten Mal auf breiter Front den Limes, und um 260 n. Chr. war der Rhein wieder Grenze des römischen Reiches. Das Kastell fiel in Schutt und Asche, die Römerbrücke versank in den Fluten des Neckars und mit der römischen Siedlung verschwand auch ihr Name − bis heute unbekannt.

Im Jahre 496 n.Chr. waren die Alemannen durch die Franken besiegt und bis an die Alpen zurückgedrängt worden. Nicht allein aus religiösem Antrieb, sondern auch, weil es ihnen die Ausübung der Herrschaft in neuen Gebieten erleichterte, holten die Franken irische und schottische Mönche ins Land und förderten die Verbreitung des christlichen Glaubens. Um etwa 700 n.Chr. war in unserem Raum die Christianisierung weitestgehend abgeschlossen. Die Macht der Bischöfe wuchs und die neugegründeten Klöster wurden immer einflussreicher.

Von dem 763 gegründeten und von Karl dem Großen zum Reichskloster erhobenen Benediktinerkloster Lorsch (geweiht 774), einem der bedeutendsten Klöster des Mittelalters (s.a. S. 62-65), und der heute beinahe noch unversehrten Torhalle − einst Audienzstätte ostkarolingischer Könige − gingen erstmalige Erwähnungen der heute allgemein bekannten Heidelberger Ortsteile Neuenheim, Bergheim Kirchheim und Handschuhsheim (Lorscher Codex 765) aus.

Den geistlichen Herren des Klosters Lorsch wurden ab dieser Zeit bereits Abgaben gezahlt. Mit der Besiedelung des Heiligenbergs (auf dem römischen Merkurtempel entstand nun die Michaelsbasilika), endet zunächst die Vor- und Frühgeschichte Heidelbergs.

Erst knapp 400 Jahre später sprechen wir von einer selbständigen Ortschaft, die dann aber von sich reden machen wird.

Der Name "Heidelberg" taucht nun erstmals in einer im Herbst 1196 abgefaßten Urkunde auf, die sich als Abschrift in einem im Generallandesarchiv Karlsruhe aufbewahrten Kopialbuch des Klosters Schönau aus dem späten 13. Jahrhundert erhalten hat. Darin urkundet Pfalzgraf Heinrich der Ältere (1195-1212) aus der Familie der Welfen − Schwiegersohn und Nachfolger Konrads von Staufen − ein Sohn Heinrichs des Löwen, als Schutz- und Schirmherr des 1142 im Steinachtal östlich von Heidelberg gegründeten Zisterzienserklosters Schönau, über Klosterbesitz zu Oppau am westlichen Rheinufer, den die Schönauer Mönche schon von Heinrichs Schwiegervater und Vorgänger, Pfalzgraf Konrad von Staufen (gest. 1195), erhalten hatten.

Des Zeugen Konrads Tätigkeit als Leutpriester zu "Heidelberch" lässt darauf schließen, dass hier bereits ein städtisches Gemeinwesen bestand. Gegründet wurde diese Stadt vermutlich um 1170/80 durch Konrad von Staufen, den Stiefbruder Kaiser Friedrich I. Barbarossas (regierte 1152-1190).

Konrad von Staufen erhielt als Halbbruder Fr. Barbarossas 1156 nach dem Tode des mit den Staufen verwandten lothringischen, bzw. rheinischen Pfalzgrafen Hermann von Stahleck (1142-1156), dessen umfangreiches westliches Oberrheingebiet sowie dessen staufisches Reichsgut. Darüber hinaus die Vogtei über das Hochstift Worms sowie über das 764 gegründete Reichskloster Lorsch.

Als Heidelberg 1229 erstmals als Stadt (civitas) erwähnt wurde, war es, wie die gesamte Pfalzgrafenschaft bei Rhein, bereits Besitz der aus dem altbayrischen Gebiet bei Aichach nordwestlich von München stammenden Hochadelsfamilie der Wittelsbacher!

Bis zum Jahre 1803 sollten fortan die Geschicke der Stadt aufs engste mit denen der verschiedenen Linien des für die Geschichte Deutschlands so bedeutungsvollen Hauses Wittelsbach verknüpft bleiben.

Wir werden an dieser Stelle die Abfolge der Staufer, Welfen und Wittelsbacher nicht weiter verfolgen: das Wormser Lehen, der Hausvertrag von Pavia, der Streit um das Lorscher Erbe und Entstehung der Kurpfalz bleiben Thema einer interessierten Zuhörerschaft. Hierzu gehört u.a. auch die Universitätsgründung 1386 durch Kurfürst Ruprecht I. Die nach ihm benannte Ruprecht- Universität ist die älteste Universität auf dem heutigen Bundesgebiet.

Die wichtigsten und für Heidelberg mit dem Bau des Schlosses und der gesamten Stadtentwicklung zu nennenden Kurfürsten sollen Gegenstand einer Schlossbesichtigung und -begehung bleiben.

Wie auf der ersten Seiten für den Bereich Heidelberg einzusehen, bieten wir nach Baukastensystem alle Sehenswürdigkeiten in der historischen Umgebung sowie im Kernaltstadtbereich, inkl. Schloss und Schlossgarten, Königsstuhl und Umgebung, an.

Auf Sonderwünsche gehen wir jederzeit gerne ein und sind behilflich, wo immer es möglich oder nötig ist!

Für weitere Fragen und Auskünfte stehen wir jederzeit und gerne bereit!


Die einzelnen Touren erreichen Sie durch Anklicken der kleinen blauen und grünen Quadrate bei den Touren für Erwachsene und Touren für Kinder.

Wenn Sie eine Tour buchen oder weitere Informationen erhalten möchten, können Sie hier die Kontaktinformationen finden.

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