Schloss Bruchsal

Die Zerstörung der bischöflichen Residenz 1689 bewogen den 1719 zum Bischof gewählten Kardinal Damian Hugo, Reichsgraf von Schönborn, nach Streitigkeiten mit der Reichsstadt Speyer, eine weitläufige Schlossanlage nach Versailler Vorbild, mit Garten im Stile der Barockzeit und als Residenz in Bruchsal errichten zu lassen.

Hofbaumeister Maximilian von Welsch, Schlossbaumeister Johann Georg Seitz, sein Nachfolger Michael Ludwig Rohrer, der Hofbaumeister der Markgräfin Sibylla Augusta von Baden−Baden (s. Schloss Favorite in Rastatt), Anselm Franz Freiherr von Ritter zu Grünstein und schließlich Balthasar Neumann, der in Bruchsal Kirchturm, Torwachtgebäude, die St. Peterskirche (1742), die als einziges Bruchsaler Gotteshaus den 2. Weltkrieg unbeschadet überstand und die einzigartige Treppe des Corps de Logis, ein Meisterwerk des Barock, schuf − stehen für die Baugeschichte des Schlosses.

Nachfolger des Kardinals Damian Hugo, Reichsgraf von Schönborn und damit auf den Speyerer Bischofsthron, wurde Franz Christoph Freiherr von Hutten zu Stolzenfels. Seine Zeit verbinden wir mit den Werken des Bildhauers Joachim Günther und des Wessobrunner Stukkateurmeisters Johann Michael Feichtmeyer. Im Sinne des lebensfrohen Rokoko entstand zudem die Ausmalung der drei großen Repräsentationsräume durch Johannes Zick.

Nach Bischof Graf Damian August von Limburg−Stirum, der einzelne Innenräume im Sinne des Louis−Seize−Stils veränderte (z.B. den Kammermusiksaal), residierte Graf Philipp Franz Nepomuk Wilderich von Waldersdorf als vierter und damit letzter Fürstbischof von Speyer im Bruchsaler Schloss. Mit der Säkularisation 1803 und der Markgräfin Amalie von Baden (1803−1832) verblasste der Glanz des Bruchsaler Barockschlosses.

Am 1. März 1945 wurde die Stadt Bruchsal und damit auch die Schlossanlage durch Bombenangriffe schwer getroffen und nahezu zerstört. Die ersten Nachkriegsjahre standen im Zeichen von Sicherungsmaßnahmen, ehe von 1964−1975 mit dem endgültigen Wiederaufbau nach der Entscheidung einer Gesamtkonzeption begonnen werden konnte. So wurden im Corps−de−Logis der Mittelteil mit seinen Raumabfolgen Intrada − Grotte − Gartensaal und Fürstensaal sowie Treppen− und Marmorsaal in seiner historischen Form wiederhergestellt. Am 28. 02. 75 erfolgte die feierliche Einweihung des Schlosses.

Ein Modell der Gesamtanlage sehen wir in der Dauerausstellung: "Schloss Bruchsal, gebaut − zerstört − wiedererstanden"
Damit die Kunsthandwerkstechniken, die ein Stück Kulturerbe sind, nicht mit dem Abzug der Handwerker und Künstler vergessen sind, hat das staatliche Hochbauamt diese Dauerausstellung aufgebaut, die realistische Einblicke "hinter die Kulissen" gewährt.
Das Treppenhaus: "Steigen wir von der Intrada aus auf einem der beidseitigen Treppenovale in die herrschaftliche Ebene des Hauptgeschosses empor, so vermittelt sich uns jenes einzigartige Raumerlebnis, das Georg Dehio, den großen Kunsthistoriker, zum begeisterten Ausruf veranlasste: Die Krone aller Treppenhäuser, nicht so groß wie das Würzburger, nicht so reich dekoriert wie das Bühler, aber in der geistreichen Eigenart und hohen Raumpoesie unerreicht!&qout;
Museum Mechanischer Musikinstrumente Schloss Bruchsal (Zweigmuseum des Badischen Landesmuseums Karlsruhe). In Deutschland ist es das einzige Museum dieser Art in staatlicher Trägerschaft. "Es ist dies der Traum der Menschen zu allen Zeiten, Musik zu hören, ohne selbst ein Instrument beherrschen zu müssen..." Mehr als 400 Exponate geben einen umfassenden überblick über die Entstehungs− und Entwicklungsgeschichte der selbstspielenden Musikinstrumente. Traumhaft!

 

Informationen

Geeignet für alle Altersgruppen von 6−99

Fahrzeit ab Heidelberg ca. 45 Minuten (ca. 40 km)

Die Tour ist für Rollstuhlfahrer gut geeignet.


Die einzelnen Touren erreichen Sie durch Anklicken der kleinen blauen und grünen Quadrate bei den Touren für Erwachsene und Touren für Kinder.

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